Ko-Pionier-Preis 2026: govdigital-Sonderpreis geht an Dr. Jonas Bostelmann

Berlin, September 2026. Dr. Jonas Bostelmann und das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) haben beim Ko-Pionier-Preis den govdigital-Sonderpreis für besonderes Engagement zur Nachnutzung erhalten. Die Auszeichnung würdigt ihren Einsatz, die selbst entwickelte KI-Gebäudeerkennung anderen Verwaltungen zugänglich zu machen. Bei der Preisverleihung auf dem KGSt-Forum in Leipzig wurde die Lösung gleich dreifach gewürdigt: Die Nachnutzung in Hamburg erhielt zudem den ersten Platz in der Kategorie „Digitalisierung der Verwaltung“ sowie den Publikumspreis „Nachnutzung der Herzen“.

Die KI-Gebäudeerkennung spürt Veränderungen am Gebäudebestand automatisiert auf. Fachkräfte können diese anschließend gezielt prüfen, statt Luftbilder aufwendig durchsuchen zu müssen. Hinter der Open-Source-Lösung stehen sieben Jahre Entwicklungsarbeit im LGLN. Über die Deutsche Verwaltungscloud wurde sie auch anderen Verwaltungen zugänglich gemacht; heute ist sie auf dem Marktplatz Deutschland Digital (MDD) verfügbar.

Zusammenarbeit über föderale Grenzen hinweg

Über das govdigital-Modell sowie Verwaltungsvereinbarungen wurde die Lösung inzwischen an Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern sowie an Dortmund und Wuppertal weitergegeben. Im Vermessungs- und Katasteramt Dortmund wird sie bereits eingesetzt. Das Beispiel zeigt, wie eine Entwicklung auf Landesebene auch Kommunen in anderen Bundesländern zugutekommen kann.

Mit dem Sonderpreis würdigt govdigital die Menschen, die diese Zusammenarbeit möglich machen. Dr. Jonas Bostelmann und sein Team haben ihre Entwicklung nicht nur für die eigene Verwaltung nutzbar gemacht, sondern sie für andere geöffnet und ihre Erfahrungen geteilt. Denn erfolgreiche Nachnutzung braucht beide Seiten: Verwaltungen, die bewährte Lösungen übernehmen, und Menschen, die ihre Arbeit zugänglich machen und den Wissenstransfer unterstützen.

Bewährte Lösungen übernehmen und weiterentwickeln

Der Ko-Pionier-Preis zeichnet Verwaltungen aus, die erfolgreiche Ansätze anderer übernehmen und an ihre eigenen Rahmenbedingungen anpassen. Unter der Schirmherrschaft der FITKO wurden 2026 Projekte in den drei Kategorien „Digitalisierung der Verwaltung“, „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ sowie „Offene Standards und Open Source“ ausgezeichnet. Neben der KI-Gebäudeerkennung für Hamburg belegten der KoblenzPass und die Nachnutzung des Münsteraner Klimadashboards als Nachhaltigkeitsdashboard in Aschaffenburg jeweils den ersten Platz.

Govdigital unterstützt den Ko-Pionier-Preis erneut als Partner. Die Initiative steht für einen Ansatz, den die Genossenschaft auch mit ihren Leistungen und gemeinsamen Plattformen verfolgt: Bewährte Lösungen sollen über Verwaltungsgrenzen hinweg nutzbar werden, statt sie mehrfach neu zu entwickeln.

Weitere Informationen zum Ko-Pionier-Preis und den ausgezeichneten Projekten