govdigital startet GenAI-Verbundplattform
Berlin, 13. Oktober 2026. Keine weitere KI-Einzellösung, kein zusätzlicher Cloud-Service, sondern eine gemeinsame und dauerhafte Grundlage für den praktischen Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung: Mit der GenAI-Verbundplattform geht govdigital einen neuen Weg: Sie verbindet KI-Anwendungen, Infrastruktur, Betrieb, Beschaffung und Compliance in einem System. Damit können Bund, Länder und Kommunen und ihre Dienstleister generative KI einfach, wirtschaftlich und rechtskonform nutzen – ohne technische, organisatorische und rechtliche Hürden jeweils allein bewältigen zu müssen.
Bislang stehen viele Verwaltungen vor denselben Herausforderungen: Welche KI-Anwendungen dürfen eingesetzt werden? Wie werden Datenschutz und IT-Sicherheit gewährleistet? Wer übernimmt den Betrieb? Wie lassen sich erfolgreiche Lösungen auf andere Verwaltungen übertragen? Und: setze ich mit KI-Investitionen von heute auch morgen noch auf das richtige Pferd? Die GenAI-Plattform beantwortet diese Fragen mit einem gemeinschaftlichen Ansatz: Einmal entwickelt, vielfach genutzt, dauerhaft tauglich – auf einer sicheren, gemeinsam getragenen Grundlage.
„Wir wollen, dass KI in der öffentlichen Verwaltung langfristig genutzt werden kann – ohne die Sorge, dabei rechtlich oder technisch etwas falsch zu machen“, erklärt Martin Schallbruch, CEO der govdigital eG. „Das Besondere an unserer Verbundplattform ist, dass wir nicht einfach die KI-Technologie von heute bereitstellen. Wir organisieren stattdessen einen langfristigen sicheren Einsatz der KI in der Verwaltung: von der Beschaffung über den Betrieb bis zur Compliance. Damit machen wir aus dem Versprechen der KI eine konkret nutzbare Lösung für die öffentlichen IT-Dienstleister und ihre Kunden.“
Gemeinsame Infrastruktur, klare Regeln, vielfältige Anwendungen
Die Plattform ist als skalierbarer „KI-Maschinenraum“ konzipiert. Sie ermöglicht den Einsatz unterschiedlicher Sprachmodelle und Cloud-Infrastrukturen, ohne Abhängigkeit von einzelnen Anbietern. Jede Organisation arbeitet in einer eigenen, getrennten Umgebung. Datenschutz, IT-Sicherheit und Compliance sind von Beginn an integriert. Standardisierte Schnittstellen ermöglichen zudem die Einbindung von KI in bestehende Fachverfahren.
Ein zentraler Vorteil liegt in der Nachnutzung: Über einen gemeinsamen, kuratierten Anwendungskatalog können öffentliche IT-Dienstleister auf der Plattform KI-Lösungen bereitstellen, beziehen und für ihre Kunden anpassen. Gemeinsame Rahmenverträge, ein zentrales Betriebsteam sowie eine Entwickler- und Compliance-Community reduzieren Aufwand und Kosten. So entsteht ein wachsendes KI-Angebot für die gesamte öffentliche Verwaltung.
Erste Anwendungen laufen bereits
Entwickelt, betrieben und langfristig weiterentwickelt wird die Plattform gemeinschaftlich im govdigital-Verbund. Die AKDB hat die technische Entwicklung federführend vorangetrieben und bringt mit ihrem kommunalen KI-Assistenten KAI eine der ersten Anwendungen ein. Dataport beteiligt sich mit seiner Expertise für souveräne KI-Infrastrukturen und den Betrieb von KI-Lösungen sowie Erfahrungen aus Anwendungen wie LLMoin. govdigital bündelt die Leistungen der Partner, organisiert die Zusammenarbeit und schafft die Voraussetzungen für die bundesweite Nutzung.
Zum Start laufen bereits erste KI-Anwendungen auf der Plattform, mehr als zehn öffentliche IT-Dienstleister nutzen die Plattform oder werden sie nutzen. Mit dem Go-Live beginnt der schrittweise Ausbau eines gemeinsamen KI-Ökosystems, das die öffentliche Verwaltung dauerhaft und souverän handlungsfähig macht – und die Chancen und Risiken des KI-Einsatzes auf gemeinsame Schultern legt.
Über govdigital
Die govdigital eG wurde im Dezember 2019 als eingetragene Genossenschaft gegründet. Sie vereint öffentliche IT-Dienstleister, die gemeinsam moderne, nachnutzbare Technologien für die öffentliche Verwaltung vorantreiben. Die Genossenschaft bietet eine länder-, kommunen- und bundesübergreifende Organisation für den Leistungsaustausch und bündelt dezentrale Ressourcen für gemeinschaftliche Projekte vor allem in den Bereichen Cloud, Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz.
Weitere Informationen und Interessensbekundung: https://genai.govdigital.de/
Pressekontakt: Julian Einhaus, julian.einhaus@govdigital.de, 0151-5124 8485